Aktuelles


Bilanz und Neustart

Sonntag, 10 März 2019 00:00

Die Initiative für ein Friedensdenkmal in Karlsruhe feiert Ihr 4-jähriges Bestehen und lädt ein zu einem Neustart am 8.4.2019

Frieden ist (ebenso wie Krieg) kein Naturzustand, der sich von selbst einstellt. In einer Welt, die von Ungleichgewichten und Interessenkonflikten geprägt ist, bedarf es ständiger Anstrengung, die notwendigen Auseinandersetzungen und Entwicklungen gewaltfrei und gerecht zu gestalten. In längeren Friedensperioden geht das Wissen darüber oft verloren, bis sich in einem regionalen Konflikt plötzlich Militärmächte drohend gegenüberstehen, die ihre Sicherheit oder ihren Einflussbereich gefährdet sehen. Deshalb wollen wir mit einem Denkmal alle BürgerInnen und BesucherInnen unserer Stadt ermutigen, sich nachhaltig und gewaltfrei für Frieden, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit einzusetzen.

Im Zuge der Bauarbeiten für den Stadtbahntunnel wurde 2010 das Leibgrenadierdenkmal abgebaut, das seit 1925 auf dem Europaplatz stand. Mit dem näher kommenden Ende der Bauarbeiten stellt sich die Frage, ob die Granitsäule mit dem Greif wieder errichtet werden soll.

Für eine Wiedererrichtung spricht der Wunsch, das traditionelle Stadtbild so weit als möglich zu erhalten und insbesondere Denkmäler zu schützen und zu bewahren.

Dagegen spricht die politische Intention des Denkmals: Es erinnerte nicht an die Gefallenen, sondern rühmt die Schlachten, in denen die Leibgrenadiere gekämpft haben. Es sollte dazu ermutigen, ähnlich heldenhaft zu kämpfen wie die Soldaten des Leibgrenadierregiments 109 in den Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und des Ersten Weltkrieges.

Sollte ein solches Denkmal in unserer Zeit wieder aufgebaut werden?

Gehört der Greif ins Museum?

Mittwoch, 11 April 2018 00:00

Der Europaplatz nach den Bauarbeiten – ein Signal für den Frieden oder eine Erinnerung an den Krieg?

Im Zuge der Bauarbeiten für den Stadtplantunnel wurde 2010 das Leibgrenadierdenkmal abgebaut, das seit 1925 auf dem Europaplatz stand. Mit dem näher kommenden Ende der Bauarbeiten stellt sich die Frage, ob die Granitsäule mit dem Greif wieder errichtet werden soll.

Für eine Wiedererrichtung spricht der Wunsch, das traditionelle Stadtbild so weit als möglich zu erhalten und insbesondere Denkmäler zu schützen und zu bewahren.

Dagegen spricht die politische Intention des Denkmals: Es erinnerte nicht an die Gefallenen, sondern rühmt die Schlachten, in denen die Leibgrenadiere gekämpft haben. Es sollte dazu ermutigen, ähnlich heldenhaft zu kämpfen wie die Soldaten des Leibgrenadierregiments 109 in den Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und des Ersten Weltkrieges.

Sollte ein solches Denkmal in unserer Zeit wieder aufgebaut werden?

Braucht es eine künstlerische Kommentierung/Veränderung? Oder gehört der Greif schlicht ins Museum, in dessen Garten er seit 2014 ausgestellt ist?

Das Kulturzentrum jubez Karlsruhe und die Initiative für ein Friedensdenkmal in Karlsruhe laden ein, diesen Fragen nach zu gehen:

Wohin mit dem Greif?

Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Joachim Kettel, Dr. Albert Käuflein, Ulrich Beer-Bercher, N.N.

Dienstag, 8.5.2018, 19 h 30

Jubez-Café, Kronenplatz

(Foto: Greif im Garten des Prinz-Max-Palais, Mueck, weilipedia)

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